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Weiberkram

„Frauenprobleme“ – der Grund, weshalb ich jeden Monat heulend vor dem Spiegel stehe und die fetten Pickel mit Gewalt auszudrücken versuche. Der Grund, weshalb ich die ganze Welt zu hassen beginne, jedem die Worte im Mund umdrehe, die Leute grundlos anmotze, meine Oberschenkel unnatürlich fett finde, gar nicht zu reden von meinen Haaren, die ich zwanghaft täglich zu waschen beginne und mich am liebsten im Haus verkriechen und nie wieder hinausgehen würde.
Aber auch der Grund, weshalb ich das Recht habe, jeweils an diesen paar Tagen im Monat den Schwimmunterricht zu schwänzen. (Oh Gott, wie ich bloss bete, dass wenigstens einer dieser Tage auf einen Donnerstag fällt… )

Während jedoch unsere Walross-Pferdegesicht-Mannsweib-SportlehrerIn anscheinend penibel Buchhaltung darüber führt, wann welche Schülerin wegen „Problemen“ ausgesetzt hat und die ganze Zeit Tampons als Erfindung des Jahrhunderts preist, mit denen man angeblich auch schwimmen kann, (was man aber nicht kann), haben wir seit Neustem einen blutjungen Stellvertreter, der von Frauenproblemchen nicht so viel versteht.

So wird er jedes Mal knallrot vor Verlegenheit, der arme Mann Junge, wenn ihn eine Schülerin darum bittet, nicht am Unterricht teilnehmen zu müssen, stammelt „Ja, natürlich“, blickt beschämt zu Boden und betrachtet besagte Schülerin für den Rest der Stunde als Luft (umso besser für sie).

Ich habe jedoch kein Problem damit, seine Unwissenheit (oder auch bloss Verklemmtheit) schamlos auszunutzen. So habe ich seit zwei Wochen nicht mehr am Schwimmunterricht teilgenommen, habe amüsiert zugeschaut, wie die anderen im Pool gegen das Ersaufen ankämpfen, während mir Stellvertreter seinen bleichen, haarigen Rücken zugedreht hat. (Wie kann man gleichzeitig wie ein Teenager aussehen und dann SO behaart sein?)

So komme ich diese Woche wieder angelaufen, selbstverständlich komplett angezogen (inklusive Rollkragenpulli), setze mich automatisch an den Rand und schenke ihm ein unschuldiges Lächeln. Verstohlen guckt er hin und wieder zu mir rüber, schnürt sich die Badeshorts, macht sie enger, dann wieder weiter, dann wieder enger, schnürt sie zum vierundzwanzigsten Ma und überwindet sich dann doch noch, zu mir hinzugehen.

„Du.. ähm.. du kannst also-“
„Jaah, ich mach‘ heut‘ nicht mit, ich hab‘ meine Tage.“
„Ähm.. aber ich überleg‘ grad… ähm… hast du nicht schon .. voorletzte Woche ausgese-„
„VIELLEICHT HAB ICH JA EINEN UNREGELMÄSSIGEN ZYKLUS, HABEN SIE SICH DAS SCHON MAL ÜBERLEGT!?“

Der arme Mann hat immer noch Angst vor mir.
Und ich kann getrost weiter am Rand sitzen bleiben!!!

18.2.09 19:47
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Markus / Website (22.2.09 23:00)
*lol* ich habe es gewußt! ich habe es gewußt, dass ihr das schamlos ausnutzt, um euch vor Sport und Schwimmen zu drücken! Ha, erwischt, junge Dame!

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