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Feuchte Träume

Es war eine ungewöhnlich schwüle Nacht, in der ich plötzlich aufwachte und beinahe laut aufgeschrieen hätte, weil aus unerklärlichen Gründen jemand neben mir lag und sich krampfhaft an meinem Arm festhielt – bei näherem Betrachten erkannte ich jedoch meine jüngere Cousine, die eigentlich zwei Stockwerke tiefer hätte schlafen sollen.

Im Grunde hätte ich ja das arme Kind schlafen lassen. Allerdings stand ihr Mund halb offen und merkwürdigerweise war da ein grosser nasser Fleck auf dem Kissen und auch meine Haare waren ziemlich feucht – dies führte dazu, dass ich sie sofort wachrüttelte.

Ich: „*****, was machst du hier?“
Sie: „Niichts, ich pennee...“
Ich: „Jaa, aber wieso pennst du in meinem Bett!?“
Sie: „Einfaach...“
Ich: „Ahhh, wieso bist du nicht zu deiner Mutter gegangen, dort ist noch ein Bett frei..?“
Sie: „Ich haab dich halt lieeb...“

Eigentlich ist es ja rührend, wenn mich jemand so lieb hat; aber wenn er mich dann mitten in der Nacht vollsabbert, dann kann ich gern drauf verzichten.

Jedenfalls bereute ich es kurz darauf, sie geweckt zu haben, weil sie nach kurzer Zeit hellwach war und dann MIR die Schuld dafür gab, dass sie nicht mehr einschlafen konnte. (Nun gut, es war eigentlich auch meine Schuld, aber wenn sie nicht gesabbert hätte...)

Dann wollte sie, dass ich ihr Titanic erzähle, damit sie wieder einschlief – und zwar den Film mit Jack und Rose, bloss, dass Jack am Ende überleben soll, weil sie sonst zu traurig wäre um wieder einzuschlafen. Bloss, dass ich nicht mitten in der Nacht in der Lage war, ihr einen Film nachzuerzählen, den sie wohl besser kennt als ich, weil sie ihn um die 20 mal gesehen und mindestens genauso oft erzählt bekommen hatte.

Sie kapierte schnell, dass ich da wirklich nicht die Nerven dazu hatte, musste dann aber auf einmal GAAANZ dringend aufs Klo – und wollte, dass ich sie dahin begleite (obwohl es bis dahin keine 5 Meter sind...).

Als ich ihr damit drohte, dass sie unten schlafen würde, falls sie so weitermachte, gab sie nach und ging tatsächlich alleine auf die Toilette – machte jedoch das grelle Zimmerlicht an, obwohl sie auch ohne problemlos ins Bad hätte gelangen können.

Anschliessend blieb sie eine halbe Ewigkeit im Bad eingeschlossen, als ich plötzlich hörte, dass sie die Dusche laufen liess. Das führte dazu, dass ich genervt aufstand und an die Badezimmertür zu hämmern begann.

Ich: „WAS MACHST DU DA DRIN?“
Sie: „Nichts... ich wasche mir nur die Füsse...“
Ich: „WIESO das jetzt?“
Sie: „Jaah, ich weiss nicht, es kleben so ganz viele Krümel dran...“

Ich: „Was für Krümel!? Mach jetzt die Tür auf!!“

Sie: „Jaaahh, warte...“

Und dann stand ich da noch gefühlte zwei Stunden vor der Tür, bis sie sie schliesslich aufmachte und mit nassen Füssen vor mir stand – und (welch ÜBERRASCHHUNG!) ihr Pyjama hatte auch ein wenig Wasser abbekommen...

Zuerst aber mustes ich ihr helfen, ein Tuch zu finden, damit sie sich die Füsse abtrocknen konnte – ein anderes wollte sie nicht brauchen, weil sie da vorhin reingerotzt hatte, weil ihr das Klopapier „zu hart“ war... Anschliessend stand sie noch eine Ewigkeit vor meinem Koffer, um sich ein T-Shirt auszusuchen, das sie anziehen konnte – und wie erwartet musste ich ihr eines meiner schönsten leihen.

Dann mustes sie noch ein zweites Mal auf die Toilette, während ich mich endlich hinlegte. Dann tapste sie schliesslich zurück und legte sie neben mich, während das Licht noch brannte – sie wollte aber unter keinen Umständen aufstehen und es ausmachen gehen, weil sie dann den Weg zurück ins Bett nicht mehr finden würde...

Die Krümel stammten übrigens aus der Küche, wo sie vorher gewesen war, um die Nesquick-Schachtel (bzw. MEIN FRÜHSTÜCK!!!) leer zu essen...

4.8.08 17:32
 


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