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Ver(-)rückte Stunden

Meine äusserst selbstbewusste (um das Wort «arrogant» zu vermeiden) Geschichtslehrerin wollte uns heute mit unseren Gruppenreferaten zu selbstgewählten Themen beginnen lassen, woraufhin zunächst der Platz vor der Tafel von ihrem riesigen, überladenen Schreibtisch befreit werden musste. Da sie jedoch im Vergleich zu anderen Lehrern ziemlich zimperlich ist, lässt sie immer arme Schüler diesen Brocken zur Seite tragen.

Diesmal hatte sie jedoch nicht mit meiner überaus wütenden Pultnachbarin gerechnet, die es der Frau wegen ihrer ungenügenden Note für ein mit Liebe gestaltetes, aber leider nicht sehr sorgfältig behandeltes Plakat heimzahlen wollte.

Die Frau stöckelte also um das Pult herum und meinte hochnäsig:

»SOO, jetzt würde ich zwei .. ganz .. starke .. Herren mal bitten, hier nach vorne zu kommen und meinen Schreibtisch kurz in die-«

Da hebt meine Pultnachbarin plötzlich die Hand und fuchtelt damit energisch in der Luft herum.

Sie: «IICH, ICH MACH DAS!»

Die ganze Klasse guckt sie grinsend an.

Frau G.: «SIE machen das?»
Sie: «Darf ich das denn nicht machen...!?»
Frau G.: «Ich hatte eigentlich zwei Herren darum gebeten-«
Sie: «Also darf ich nicht... Ich muss immer die Tür schliessen, das Licht ausmachen oder die Storen hinunterlassen, aber das Pult beiseite schieben darf ich nie.»
Frau G.: «Schön, dann möchte ich noch Mr.Ich- widerspreche- allen bitten, ihnen zu helfen, wenn er schon in der vordersten Reihe sitzt.»
Sie: «NEEEIIINNN, ich fass keinen Tisch gemeinsam mit ihm an!!»
Frau G.: «Wie bitte?»
Sie: «Ich trage den Tisch nicht beiseite, wenn er mir hilft! Nehmen Sie wen anders!»
Frau G.: «Ich möchte jetzt hier nicht diskutieren, schieben Sie diesen Tisch jetzt beiseite! Wir verschwenden hier bloss kostbare Zeit!»

Meine Pultnachbarin ist schon aufgestanden und hat den Tisch mit den Händen umfasst. Mr. Ich- widerspreche- allen will sich erheben und helfen, doch ihre bösen Blicke halten ihn davon ab.

Sie: «Dann mach ichs eben alleine...»

Sie beginnt, den Tisch mit grösster Mühe und unter grauenvollem Gequietsche auf die Seite zu schieben.

Frau G.: «NEEIIN, WAS MACHEN SIE DENN DA!? DEN TISCH MUSS MAN TRAGEN, NICHT SCHIEBEN! SIE HABEN GAR KEINE AHNUNG WAS DAS FÜR SCHÄDEN AUF DEM BODEN GIBT!!»
Sie: «Sie haben doch gesagt, Sie wollen keine Zeit verlieren...»
Frau G.: «Also wirklich, Sie müssen hier wirklich immer die Dumme spielen, nicht wahr? Sie geniessen doch die Aufmerksamkeit, doch Ihre bemitleidenswerten Taten erhalten von mir rein gar keine Anerkennung... Das ist doch einfach nur peinlich!»


Meine Pultnachbarin reagiert gar nicht darauf und beginnt, die Mäppchen und Bücher vom Tisch runterzuholen und schiebt ihn schliesslich unter noch grösserem Gequietsche an die Seite. Anschliessend knallt sie die Mäppchen zurück aufs Pult und setzt sich mit mürrischem Blick. Die hektischen Gesten der Lehrerin gehen in ihrer Möbel-Verrück-Aktion vollkommen unter.

Sie: «Immer sagen die Leute, ich sei faul, und wenn ich mal helfen will, ist's wieder nicht gut... Man kanns einem nie recht machen...»

Mr.Ich-widerspreche-allen: «Du kannst es uns allen recht machen, wenn du mal ausnahmsweise die Klappe hältst, ja?»

...


Ist doch immer wieder lustig...
1.2.08 20:29
 


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