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Zugemüll(er)t

Seit Neustem bin ich freitags immer gezwungen, meine zweistündige Mittagspause mit zwei äusserst aufdringlichen und vorlauten Klassenkameradinnen zu verbringen, da sie die Einzigen sind, denen freitags die Zeit ebenfalls nicht dazu ausreicht, den Mittag zu Hause zu verbringen.
Meist vertrödeln wir deshalb die Zeit in der Stadt, wo wir zunächst genüsslich Fastfood schlemmen und ich anschliessend von ihnen von einem Laden zum nächsten gezerrt werde.

Nachdem wir uns also bei McDonalds bereits die Bäuche vollgeschlagen hatten und die beiden bereits sämtliche Klamottenläden durchwühlt und in Unordnung gebracht hatten, dachte ich schon, ich hätte diesen Ausflug endlich hinter mich gebracht – und so schlimm sei es diesmal gar nicht gewesen.

Ich muss nämlich erwähnen, dass ich mir mit den beiden immer so vorkomme, als seien wir ein richtig asozialer Haufen. Schliesslich lagern die beiden sämtlichen Müll in den Umkleidekabinen ab, bauen Türme aus Pommes (...) fangen grundlos an zu kichern und schreien unsinniges Zeug durch die Gegend, damit sich die Leute ja schön nach einem umdrehen.

Es hätte nicht anders kommen können – die nächste Szene bahnte sich schon an, als eine der beiden beschloss, noch kurz bei MÜLLER vorbeizugucken, weil es dort «voll das geile Schminkzeuch' un' sooo» gibt.

Also betraten wir den Laden – die eine Kameradin mit einer halbleeren Energy Drink-Dose, die sie die ganze Zeit scheinbar nervös schüttelte; die andere noch mit einem Döner in der Hand, aus dem die Sosse nur so tröpfelte.


Die erste Anlaufstation ist (wie könnte es anders sein...) die durchaus grosse Schminkabteilung.

A: «HEEJJJJJJJ... guckkKK mAAA.. diesen Lipgloss hatt ich maa'...»
B: «Welchen..? ZEIG MAA'!»

A schnappt sich den Lipgloss und versucht mit aller Mühe ihn aufzukriegen.

A: «Ohhh f***, das Sch***-Ding geht jetz' nich' auf... mach du MAA'..»

Sie schmeisst mir den Lipgloss an, der jedoch zu Boden fällt und unters nächste Regal rollt. Sie schnappt sich einfach den nächsten, während ich mir sicher bin, dass es die Verkäuferin gesehen hat.

Ich: «Den krieg' ich so nicht auf, da muss man zuerst das Ding da abknibbeln... hat's denn keinen Tester..?»
A: «Doch, klaaa', hier.»
Ich: «Jaa, dann probier doch den aus...»
A: «Biste BLÖD!? Weissu nich' wer den schon alles abgeleckt hat und jetz' soll ich den ausprobieren!?»

Ich erspare ihr den Vortrag darüber, dass Tester eben dazu da sind, damit die Leute nicht einfach jede Packung abreissen, an der sie gerade mal 'ne halbe Minute Interesse finden – schliesslich hat sie mittlerweile ihren Lipgloss aufgegeben und wendet sich den Nagellacken zu. Die Verkäuferin wird langsam durch den Geräuschpegel unserer Unterhaltung auf uns aufmerksam – dazu kommt noch, dass die Sosse aus B's Döner weiter nur so auf den Boden tropft...

A: «Boah, ey, hier hat's so hässliche NagellackssSSS...wer malt sich denn die Finger freiwillig so knallorange an!?.. MMAANNN, ich brauch dieses weisse Zeug zum die Nagelspitzen weiss anmalen... aber das hats hier nicht...»

A streift weiter durch die Regale, B hat weiter mit ihrem Döner zu kämpfen. A findet schliesslich das 'Nagelspitzenweiss', das sie gesucht hat.

A: «Hiiiieeerrr... na endlich... ah, Mensch, ich kanns mir selber nicht hintun.. MAAANN, wieso kann man hier nirgends sitzen!?»

...

A (zu B): «DU machst's mir jetzt! Nur einen Nagel, das reicht, ich will nur sehen wie's aussieht.»

B deutet mit vollem Mund auf ihren Döner, so dass ich schliesslich beauftragt werde, ihr den Nagel weiss anzumalen. Sie hält mir ihre Hand hin.

A: «Boaaaah, ey, bissss' du langsam...»
Ich: «Jaa, sorry, vielleicht ist's im Stehen nicht so einfach, vor allem, wenn deine Hand noch so zittert. Halt mal still.»
A: «Waaaas, ey, ich zitter' gar nicht...»

Sie zieht plötzlich ihre Hand weg, so dass das Zeug über ihren ganzen Nagel verschmiert.

A: «AHHHH, MAAANN, guck, was du jetzt gemacht hast...!!»
Ich: «Jaaah, wer hat denn hier die Hand einfach so weggezogen..!?»

A: «Jaaa, ich hab gedacht, du wärst fertig..»
Ich: «War ich aber nicht...!»
A (betrachtet ihren Fingernagel): «Jaa, ist ja auch egal... Es hält sowieso nich' so gut, weil ich sie vorhin mit Tipp-Ex angemalt hab, aber das geht nicht mehr weg... ahh, halt, egal...»

So ziehen wir weiter durch den Laden, stehts unter heimlicher Beobachtung dieser Verkäuferin. Als A diese plötzlich bemerkt, kommt sie auf die Idee, dass sie ja ihre halbleere Energy Drink-Dose entsorgen könnte...

A: «SIIIEEE, SIIIEEEEEEEEEEEE DA! Hat's denn hier nirgends 'nen Mülleimer...?»

Jaa, in Geschäften stehen ja auch oft so Mülleimer an jeder Ecke herum...

Verkäuferin: «Nein, hier haben wir keinen, aber es hat hinten einen.»
A; «Schön, können Sie dann das für mich wegschmeissen... bitte?»

A hält der Verkäuferin die Dose hin.

Verkäuferin: «Hmm, so kann ich sie nicht wegschmeissen, da ist ja noch jede Menge drin...»
A: «Jaah, ich weiss, aber ich mag nicht mehr... Sie können's aber trinken, wenn Sie wollen...»

A lässt die Verkäuferin verdattert mit der Dose dastehen und wir schlendern weiter zur Parfümabteilung, wobei ich möglichst so tue, als würde ich nicht zu den beiden gehören. (B wird mit ihrem Döner auch immer noch nicht fertig...)

A: «AAHH, ich hatte mal ein Parfüm, das hat sooooooooo fein gerochen, aber ich hab keine Ahnung mehr wie's heisst...»
Ich: «Jaa.. hier hat's genug viele, vielleicht findest du's ja... wie sah's denn aus?»
A: «Weiss ich auch nicht... es war so 'ne GANZ durchsichtige Flasche, und die Packung war rosa...»

Eine unglaublich hilfreiche Angabe, wenn man vor einem ganzen Regal voller Frauenparfüms steht, wovon bestimmt drei Viertel rosa sind.

A: «Hmm, ja, vielleicht erkenne ich's ja wieder, wenn ich's rieche...»
Ich: «Aah, und jetzt willst du alle ausprobieren oder wie..?»
A: «Jaaa, wieso nicht? MAAANNN, aber ich brauch diese Streifchen...»
B: «Waasss'n für Streifffchen?»
A: «So Streifchen zum Draufsprühen und dann dran RIIEEECHHHEENN..»
Ich: «Hiieeerr, da hast du sie zu hunderten, nur ruhig...»

A läuft begeistert zum Regalrand, wo die Teststreifen aufgetürmt sind. Und – wie üblich – kann sie nicht wie ein normaler Mensch nach dem obersten Streifen greifen, sondern zieht den untersten raus, so dass der ganze Stapel umfällt und alle Papierstreifen auf dem Boden landen.

A: «AAAHHH, sch***** verdammt..! Ich wollt' nur eins nehmen und dann fällt ALLES RUNTER!»

Ich knie mich neben A und helfe ihr, die Streifchen wieder aufzusammeln, während B scheinbar unbeteiligt danebensteht, während die Leute schon gaffen...

Ich: «Hmm, ja, klar, musstest auch unbedingt den untersten rausziehen...»
A: «Was, ey...? SCHON WIEDER BIN ICH SCHULD!!! Soll ich etwa nach dem obersten greifen, den schon jeder angefasst hat!?»
Ich: «Also, die obersten sahen noch ziemlich unbenutzt aus, und den ganz untersten hättest du jetzt auch nicht nehmen müssen...»
A: «JAAA, das ist aber VOLL UNHYGIENISCH! Die Leute halten die sicher in ihren dreckigen Fingern und dann sprühen sie sie mit Parfüm voll und legen sie wieder zurück...»

Selbstverständlich, deshalb sind die ja alle auch so schön aufgetürmt, obwohl sie ja jeder bereits benutzt hat...

Ich: «Na ja, die Leute haben anschliessend sicher auch Freude an den Streifen, die du grad so schön in deiner Hand zerdrückst...»

A will etwas entgegen, schweigt jedoch. Stattdessen schaut sie sich unsicher um und schiebt anschliessend die Streifen alle (unbemerkt?) unter ein Regal.

Anschliessend beginnt eine äusserst nervenaufreibende Suche nach ihrem «absoluten LIIEEBLINGSPARFÜM», die jedoch erfolglos endet. Stattdessen ersticke ich anschliessend beinahe selber in meinem eigenen Geruch, da sie mich von oben bis unten mit Parfüms eingesprüht hat, die sie mal riechen wollte. (Da keine Teststreifen mehr da gewesen sind und wir beide zusammen ja nur vier Handgelenke haben, muss man sich den Duft auch mal woanders hinsprühen um ihn dann riechen zu können.)

((B haben wir leider nicht einsprühen dürfen, da das einen Einfluss auf den Geschmack ihres Döners hätte haben können.))

Schliesslich landen wir aus unerklärlichen Gründen bei all den wohlriechenden Männerdüften, die A nun auch mal unbedingt ausprobieren muss.

A: «BOOAAHH, EY, ich LIIIEEEBBEEE Männerparfüms... die riechen sogar noch feiner als die für Frauen... meine Güte...»
Ich: «Na ja, ist ja auch normal, die müssen ja für uns auch anziehender wirken...»
A: «Jaaa, aber trotzdem..! VIEEELL FEINER!! Riech mal das!»

Sie sprüht mir den Duft mitten ins Gesicht...

Ich: «Öhh.. ja.. riecht gar nicht so übel...»
A: «Findest du den gut?»
Ich: «Hm, ja, schon.»

Sofort sprüht sie sich mit der halben Flasche ein.

Ich: «ÄÄhh... wenn ich meine, dass das gut riecht, sollst doch DU dich nicht damit einsprühen..?»
A: «Wieso nicht?»
Ich: «Weil... das.. vielleicht... ein Männerparfüm ist..?»
A: «Jaa, und...?»
Ich: «Ach, nichts...»

Nach einer knappen Stunde verlassen wir das Geschäft – und kein Mensch kann sich vorstellen, wie erleichtert ich in diesem Moment bin, vor allem, als ich endlich frische Luft einatmen darf.

Als wir schliesslich im Bus sitzen, auf dem Weg zurück zur Schule, nimmt A plötzlich einen Teststreifen aus ihrer Jackentasche hervor und drückt ihn sich an der Nase platt.

Ich: «Was is' das jetzt..?»
A: «.. 'ne Mischung aus AAAALLLLEENN Männerparfüms.. boah, riecht so fein.. willsu' mal riechen?»
Ich: «Ehh.. nein, danke.»
A: «.. hast du gewusst, dass wenn man zu viel Parfüm einatmet, dass man ohnmächtig werden kann?»
Ich: «Na ja, mir ist ja schon jetzt schlecht... Und du willst jetzt ohnmächtig werden, in dem du jetzt die ganze Zeit an diesem Streifen riechst oder wie?»
A: «Nee, da ist zu wenig drauf um ohnmächtig zu werden. Aber es ist cool, wenn einem so halb schwindlig wird...»

Jaa, unglaublich cool...

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an die Verkäuferin bei Müller, die so freundlich war, uns nicht aus dem Laden zu schmeissen, was ich an ihrer Stelle bestimmt getan hätte.

5.4.08 19:50


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A pari

Nachdem ich letztens drei durchaus angenehme Tage in Paris verbracht habe, sollen die natürlich auch nicht unerwähnt bleiben.

Insgesamt war der Kurztrip durchaus lohnenswert, obwohl ich anfangs nicht so angetan von der Idee war. Schliesslich entstand diese Reise bloss aus einem „Kommt, wir machen mal wieder was als Familie“ – Geistesblitz meines Vaters. Weshalb er dafür ausgerechnet Paris ausgewählt hat, ist mir immer noch schleierhaft. Schliesslich wird dort französisch gesprochen – eine der wenigen Weltsprachen, von der er so ziemlich keine Ahnung hat und auch nicht haben will (stets mit der Ausrede, er wolle sich dieses Gebrabbel doch nicht antun).

So waren meine Schwester und ich die Einzigen, die wenigstens etwas an Sprachkenntnissen mitzubringen hatten, während mein Vater sich mit seinem gar nicht mal so schlechten Englisch durchzuschlagen versuchte, und – wenn gar nichts mehr ging – einfach nur noch „si, si“ stammelte. (Weiss Gott wieviele Male wir ihm schon eingeschärft haben, dass er dann doch wenigstens „oui, oui“ vor sich hin murmeln soll...)
Meine Mutter wollte sich selbst nicht besonders in den Vordergrund rücken, da ihre Französischkenntnisse nach all den Jahren ziemlich eingerostet und ihr Englisch beinahe unverständlich ist.

Die erste Szene ereignete sich bereits kurz nach unserer Ankunft im Hotel, als wir alle sichtlich gereizt von der Reise möglichst in Ruhe gelassen werden wollten. Meine Schwester hackte mal wieder munter auf meinem Vater herum und meinte, er würde doch mit seinem Englisch auch nicht immer weit kommen, wenn er doch kein Wort Französisch versteht.
In der Zwischenzeit starrte meine Mutter leicht verunsichert das ausziehbare Sofa an. Anschliessend durchsuchte sie alle Kommoden und Schränke nach möglichen Bettbezügen, und meinte schliesslich, wir müssten nach Bettbezügen fürs Sofa fragen, wenn wir darauf schlafen wollten.

Gesagt, getan. Dass mein Vater ja ohne meine Schwester und mich ja wunderbar allein klar kam, wollte er uns nun beweisen, und machte sich auf den Weg in die Hotellobby, wo er auf Englisch an der Rezeption Bettbezüge forderte.

Einige Minuten später kam er in Begleitung eines afrikanischen Zimmermädchens zurück. Dieses stellte sich ins Zimmer und fing plötzlich munter auf Französisch an zu plappern, während mein Vater verunsichert hinter ihr stand. (Die Frau war auch etwa halb so gross, aber dafür doppelt so breit wie er.)

Sie: Sie haben nach Bettbezügen gefragt..?

Mutter: „Oui.. Oui...“
Sie: „Nun, hier im Schrank hätten Sie noch ein paar Laken...“

Sie geht zum Schrank und holt die Laken heraus, die sie mit fragendem Ausdruck im Gesicht meiner Mutter zeigt.

Mutter: Non.. non...“ (deutet aufs Sofa)
Sie: „Na ja.. ich weiss nicht, ob sie noch mehr haben können, Sie haben doch genügend Bettwäsche... und die wechseln wir täglich... Wofür brauchen Sie sie denn?“
Mutter: „Ähh...Oui...“

Sie (deutet aufs Bett): Das ist alles schon bezogen... was brauchen Sie noch genau? Kissen hat es auch genug, denke ich...“
Mutter: „Oui... mais... SOFA... pour les enfants...“ (wiii... mee... SOFA… pur les oofonz… )

Sie : «Die sind doch auch schon bezogen… »
Mutter: „Ähh... ja...oui...“
Sie: Was brauchen Sie denn noch?

Mutter: „Ouii, pour les enfants...“ (wackelt mit der Hand über dem Sofa herum)

Das Zimmermädchen geht zum Sofa und klappt es aus. Siehe da – es ist bereits bezogen.

Sie: Sehen Sie – es ist alles schon-
Mutter: „AAHH, AHHH, OUIII... OUIII.... MERCI... MERCII....“

Nicht nur, dass wir am Ende wie Vollidioten dastanden, die sich sofort beschwerten, ohne überhaupt richtig nachgeguckt zu haben... nein, meine Mutter behauptete nachher auch hartnäckig, sie hätte alles verstanden, was die Frau ihr gesagt habe...

Na ja. Wenigstens kriegen wir immer, was wir auch verlangen. Egal ob wirs verstehen oder nicht.

17.4.08 11:03


"Stummel helfen halt."

Fängt die Schule wieder an, geht das Ganze von vorne los...

Französisch, vorletzte Stunde. Wie immer habe ich meine reizende Pultnachbarin zu meiner Rechten, die sich urplötzlich mein Etui schnappt und beginnt, alles herauszunehmen.

Ich: "Was wird das jetzt..?"
Sie: "Ich brauch' was zum Schreiben..."
Ich: "Ah, und du wolltest mich nicht zuerst fragen, ob du da drin herumwühlen darfst..?"
Sie: "Nee, weil du's mir sowieso erlaubt hättest..."

Ich bin echt zu grosszügig...

Sie: "Maannn, ich find' nix, gib du mir was..."

Sie schmeisst mir das Etui hin und guckt mich fast schon böse an.

Ich: "Und was für 'nen Stift willst du?"
Sie: "Einfach irgendeinen..."

Ich reiche ihr den Kugelschreiber und wende mich wieder meiner Arbeit zu. Doch mir entgeht nicht, dass sie bloss den Kulli zwischen ihren Fingern hin- und herdreht und ihn kritisch anschaut. Anschliessend beginnt sie hektisch auf ihm herumzuklicken.

Ich: "Was hast du denn jetz' für ein Problem?"
Sie: "Hmm..?"
Ich: "Was stimmt mit dem Stift nicht..?"
Sie: "Nixxxx... ich hätt' bloss lieber 'nen Bleistift.."
Ich: "Hättest es mir ja gleich sagen können..."
Sie: "Jaaaa, mit Stift meine ich IIIIMMMMEEER Bleistift."
Ich: "Nee, tust du nicht..."
Sie: "DOOOCH, Mann, du hast keine Ahnung..."
Ich: "Schön, kriegst du..."

Ich will ihr gerade einen reichen, als-

Sie: "Nee, ich will keinen mit 'nem Gummi hintendran! Und auch keinen Minenbleistift..!! Einfach einen GAAAAANNZ NORMALEN..! Und wenn du 'nen roten hast, dann am besten den, aber es gehen auch andere Farben... also, wenn du keinen roten hast, gibst du mir einfach irgendeinen... aber rote sind eigentlich am besten... eigentlich ist alles, was rot ist, am besten..."

Ich knalle ihr den einzigen Bleistift hin, der ihren Anforderungen gerecht wird (und er ist sogar durch und durch ROT.)

Ich: "Zufrieden...?"
Sie: "Jaaaaaaa, genauso einen wollte ich!!Jaaaah!" (...)

Als ich mir endlich Ruhe erhoffe, da wir die ganze Arbeit sonst schön zu Hause erledigen können, schnappt sie sich plötzlich auch noch mein Lineal...

Sie: «Weisst du, wie lang dein Bleistift ist?»
Ich: «Was..? Ahh, das ist mir jetzt sowas von-«
Sie: «NEEUUN Komma sechs Zentimeter.. vielleicht auch weniger... nein, neun Komma fünf...»
Ich: «Ja, schön.»
Sie: «Nicht schöööön, das ist viiieeel zu lang..! Hast du denn keine Bleistiftstummel?»
Ich: «Nee, die hab ich wohl weggeschmissen....»
Sie: «MAAAANNNN, du bist sooo blöd, hättest sie ja mir geben können!! Ich sammel' die!!!»
Ich: «Jaa, hättest halt fragen sollen...»
Sie: «AHH Mann, manchmal hasse ich dich wirklich...»

Die nächsten Minuten lässt sie mich tatsächlich in Ruhe. Als ich schliesslich noch guten Mutes zu ihr hinüberblicke und ihr beinahe leeres Blatt angucke... DIE HAT ALLEN ERNSTES MEINEN NEUN KOMMA FÜNF ZENTIMETER LANGEN UND NOCH GUT BRAUCHBAREN BLEISTIFT IM MUND!

Ich: «MANNNN, was machst du da? Nimm sofort den Stift da raus!!»
Sie: «Was hab' ich jetzt wieder falsch gemacht..?»
Ich: «Kaauu nicht auf meinem Bleistift rum!!»
Sie: «Ohh, sch*****, sorry, vergessen... hab' gedacht, das sei meiner...»

Sie schmeisst den Bleistift auf mein Blatt, der an einem Ende vollkommen angefeuchtet ist. Die hat nicht nur leicht darauf herumgekaut, die hat regelrecht hineingebissen!

Ich: «Gooottt, den kannst du haben, ich will ihn nicht mehr...»
Sie: «Aaah, Mann, reg dich nicht auf, du weisst ja, dass ich auf allen Stiften herumkaue...»
Ich: «Jaaa, auf allen BLEIstiften, die keine Minen brauchen und hinten keinen Gummi haben...»

Sie: «Jaa, bei den anderen kann man nicht reinbeissen...»

(...)

Das alles hätte ich noch halbwegs hingenommen, wäre sie später nicht noch damit gekommen...

Sie: «Siehst du, HÄTTEST du noch BLEISTIFTSTUMMEL gehabt, hättest du mir einen geben können... und der wäre so klein gewesen, dass ich nicht hätte hineinbeissen können... und wenn ich in den Mund genommen hätte, wäre ich vielleicht dran erstickt, und dann wärst du glücklich gewesen... Tjaaa, das kommt davon, wenn man keine Bleistiftstummel mag..!!! STUMMEL HELFEN HALT!!»

Ihre Logik haut mich manchmal wirklich um.

22.4.08 20:35