|
... Nichts ahnend betrat ich eines schönen Ferientages die Hightech-Küche in der Villa meiner Tante, als sich gerade meine 9-jährige Cousine an mir vorbeiquetschte und schon wegwollte. In den Händen hielt sie jedoch eine Art Massbecher, der zur Hälfte mit etwas gefüllt war (wovon ich mit 99.99-prozentiger Sicherheit sagen kann, dass es sich um Cola handelte). Ich: „Wart mal... was machst du da?“ Sie: „Einfach, weil es keine Gläser mehr hat.“ Ich: „Wo hat’s hier bitteschön keine Gläser mehr?“ Ich: „Mein Gott, da sind eh die meisten deine und da war ja sowieso überall nur Cola drin, brauchst nur eins zu nehmen und halt kurz zu spülen, wenn’s dich stört...“ Ich: „Ich geb’ dir gleich deinen Sabber, was für Sabber... trink halt aus deinem eigenen Glas, merk’ dir welches deines ist, und nimm nicht dauernd ein Neues...“ Sie: „Jaa, ich kann’s mir nicht merken, wenn alle gleich aussehen..“ Sie zuckt bloss mit den Achseln und will weggehen. Ich: „WIESO hat’s in der Spüle so viele Schnapsgläser!?“ ... Sie: „WAAAS, du hast doch auch gesagt, dass ich nicht mehr aus der Flasche trinken darf...“ Nächstes Mal kriegt jeder sein eigenes Glas mit einer FETTEN Ettikette mit seinem Namen drauf, und dann sollen sie zusehen, wie sie damit klarkommen.
|
||
|
|
Ungerechte Welt Wieso muss derjenige, der schnarcht, immer als Erster einschlafen!!? |
||
|
|
Fremdschämen in Extremform Was solls; einen weiteren freien Nachmittag kann man auch mal mit „Freundinnen“ im Kino ohne fatale Folgen verbringen – denkste. Wir vier betreten den Kinosaal, und setzen uns vor eine Frau im Rollstuhl, der alle Extremitäten fehlen. Meine „Freundin“ scheint ganz angetan davon, kann den Blick nicht von der Frau abwenden und ich flüstere ihr zu, sie solle gefälligst nicht mehr gaffen. Da beugt sie sich zur anderen rüber und meint zu ihr vermutlich etwas wie: „Guck mal, die Frau hinten uns hat keine Arme und keine Beine!!!“ |
||
|
|
Geldfresserei Ihr süüüüssses Hündchen sichte ich sofort, da es das einzige Plüschwesen ist, das halbwegs nach etwas aussieht, was einem Kind gefallen könnte. Rundherum befinden sich lauter unglaublich hässliche dunkelgrüne Frösche und eigenartige Enten mit ungewöhnlich kleinen Augen. Ich: „Aaachh, ich hab kein Kleingeld mehr... und ausserdem kriegst du den mit diesem Greifarm sowieso niee..“ Wieder fährt der Greifarm nach unten, streift das Hündchen, erwischt jedoch trotzdem nichts. Ich: „Aaah, komm, wir gehen, das wird eh nichts...“ So verlasse ich an diesem Abend um mehr als fünf Euro leichter, mit einer verheulten Cousine und einem unglaublich hässlichen Frosch den Jahrmarkt. Verflucht seien diese blöden Automaten. |
||
|
|
Terorturisten Dass es Leute gibt, die sich die zahlreichen Touristen in den Sommermonaten mit allen Mitteln vom Hals halten wollen, hat dieser Grundstückbesitzer in Vrsar (Istrien) eindrücklich bewiesen: (weil ich zu faul zum Fotografieren war... Quelle: 24sata.hr)
Das „gefährliche“ Schild an sich lockt jedoch weiterhin Touristen an, die es fotografisch festhalten und sichtbar schmunzelnd weitergehen. |
||
|
|
Feuchte Träume Es war eine ungewöhnlich schwüle Nacht, in der ich plötzlich aufwachte und beinahe laut aufgeschrieen hätte, weil aus unerklärlichen Gründen jemand neben mir lag und sich krampfhaft an meinem Arm festhielt – bei näherem Betrachten erkannte ich jedoch meine jüngere Cousine, die eigentlich zwei Stockwerke tiefer hätte schlafen sollen. Ich: „*****, was machst du hier?“ Jedenfalls bereute ich es kurz darauf, sie geweckt zu haben, weil sie nach kurzer Zeit hellwach war und dann MIR die Schuld dafür gab, dass sie nicht mehr einschlafen konnte. (Nun gut, es war eigentlich auch meine Schuld, aber wenn sie nicht gesabbert hätte...) Dann wollte sie, dass ich ihr Titanic erzähle, damit sie wieder einschlief – und zwar den Film mit Jack und Rose, bloss, dass Jack am Ende überleben soll, weil sie sonst zu traurig wäre um wieder einzuschlafen. Bloss, dass ich nicht mitten in der Nacht in der Lage war, ihr einen Film nachzuerzählen, den sie wohl besser kennt als ich, weil sie ihn um die 20 mal gesehen und mindestens genauso oft erzählt bekommen hatte. Sie kapierte schnell, dass ich da wirklich nicht die Nerven dazu hatte, musste dann aber auf einmal GAAANZ dringend aufs Klo – und wollte, dass ich sie dahin begleite (obwohl es bis dahin keine 5 Meter sind...). Als ich ihr damit drohte, dass sie unten schlafen würde, falls sie so weitermachte, gab sie nach und ging tatsächlich alleine auf die Toilette – machte jedoch das grelle Zimmerlicht an, obwohl sie auch ohne problemlos ins Bad hätte gelangen können. Anschliessend blieb sie eine halbe Ewigkeit im Bad eingeschlossen, als ich plötzlich hörte, dass sie die Dusche laufen liess. Das führte dazu, dass ich genervt aufstand und an die Badezimmertür zu hämmern begann. Ich: „WAS MACHST DU DA DRIN?“ Ich: „Was für Krümel!? Mach jetzt die Tür auf!!“ Sie: „Jaaahh, warte...“ Dann mustes sie noch ein zweites Mal auf die Toilette, während ich mich endlich hinlegte. Dann tapste sie schliesslich zurück und legte sie neben mich, während das Licht noch brannte – sie wollte aber unter keinen Umständen aufstehen und es ausmachen gehen, weil sie dann den Weg zurück ins Bett nicht mehr finden würde... Die Krümel stammten übrigens aus der Küche, wo sie vorher gewesen war, um die Nesquick-Schachtel (bzw. MEIN FRÜHSTÜCK!!!) leer zu essen...
|
||
|
|
|
||
|
|
SOMMERPAUSE
Schoene Gruesse aus Hvar |
||
|
|
"kebabarmer" Nachwuchs Freitag Abend, kurz nach elf, Publicviewing-Zone im Herzen der Stadt, fest in kroatischen Händen. Ein wahres Familienfest, Konfrontation der Generationen; von Eltern mit bereits schlummernden Kindern bis zu biersaufenden Jugendlichen und genervten älteren Herren. 119. Minute – Klasnic trifft zum 1:0, der Mann mit der Spender-Niere seines Vaters, dem man so einen Treffer am meisten gönnen würde – der ganze Platz wird von einem kollektiven Freudentaumel erfasst, der gerade mal zweieinhalb Minuten dauert, bis schliesslich die Türken in der scheinbar allerletzten Sekunde ein Tor schiessen – die Ernüchterung folgt, von weit her hört man türkische Fans grölen.
Da werde ich plötzlich auf Zwillinge vor mir aufmerksam, schätzungsweise sieben, acht Jahre alt, mit kroatischen Trikots, die ihnen bis zu den Knien reichen. Im Gegensatz zum Rest der Leute machen sie ihrem Ärger nicht mit Fluchen Luft, sondern glänzen schlicht mit ihrem „Fachwissen“.
A: „Jaa, ds darf er aber nicht...“ A: „Jaa, aber der Trainer hat ja recht!“ A: „JAA, DAS HAB ICH ZUERST GESAGT!!“
Anschliessend nimmt das Penalty-Elend sein Ende, Totenstille in der Fanmeile, erste türkische Fans hupen von weit her, grenzenlose Enttäuschung. Als auf dem Riesenbildschirm einige Spieler in Tränen ausbrechen, können sich eine Menge Fans diese auch nicht mehr zurückhalten. Bloss einer der Kleinen vor mir wickelt sich seine Fahne um den Kopf und meint: B: „Ich auch nicht.“ A: „NNhhhhh, du kannst gar nix sagen, du hast noch nicht mal einen gegessen...“ A: „JAAA, das im McDonalds was du Kebab nennst ist gar nicht Kebab...“ B: „JA ICH MEINE NICHT DEN, SONDERN EINEN GAAAAAAANZ ANDEREN!“ Danke Deutschland. Möglicherweise können einige ihren Kebab bereits wieder geniessen. |
||
|
|
EuROphorie Eine schnell selbstverfasste Satire aus dem Schulunterricht: Anmerkung: Im Grunde bin ich überzeugter Fussballfan, habe bisher kein EM-Spiel verpasst und fiebere mit den Kroaten mit. (Auch gegen Deutschland... nein, VOR ALLEM gegen Deutschland!) Wieder ist die Zeit gekommen, in der überbezahlte und nicht besonders mit Intelligenz gesegnete Millionäre in kurzen Höschen einem Ball hinterherhecheln, der von chinesischen Kindern in fürsorglicher Zwangsarbeit gefertigt wurde – und ganz Europa dreht durch. Die Euro nahm hier bereits mit den Autofähnchen seinen Lauf; mit den Leuten, die sich, durch mangelndes Selbstwertgefühl bedingt, ein Stückchen Stoff bzw. die Schweizerfahne an die hintere Seitenscheibe am Auto klemmen und jetzt den Nationalstolz raushängen lassen, als ob die Schweiz fussballtechnisch irgendeine Grösse wäre. Dabei könnte man die Fähnchen nach der ersten Niederlage ja gleich stecken lassen; obwohl, im Fussball gibt es keine richtigen Misserfolge – schliesslich verliert man ein Spiel ja nur wegen dem „Scheiss“-Schiedsrichter, der IMMER für die anderen pfeift. Demnach ist sowieso alles „furchtbar ungerecht“, den Sieg hätte man ja verdient gehabt, die Nation verfällt in eine Depression und zum Schluss sind wir ja alle „Sieger der Herzen“. Aber wieso die Schweizer es nicht mal schaffen, im eigenen Land den Schiedsrichter zu bestechen, ist auch fraglich... Dabei spielt dieser Schiedsrichter im Spiel eine sehr wesentliche Rolle und entscheidet oft über Sieg und Niederlage. Daher ist es Aufgabe der Spieler, sich möglichst vor den Augen der Schiedsrichter so fallen zu lassen, dass es so aussieht, als habe ihn ein gegnerischer Spieler schwer verletzt. Am besten ist es dabei, zu allererst einen Schrei von sich zu geben um auf sich aufmerksam zu machen, und sich dann mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen zu wälzen, während man ein Bein umklammert hält. Danach wird abgewartet, bis der Schiedsrichter den Gegenspieler bestraft. Mit der Bestrafung des Gegners wird man schliesslich wie durch ein Wunder von seinem Leiden erlöst, obwohl man vorher ja halb am Sterben war. Richtig geübte Spieler humpeln danach noch ein wenig, damit es so aussieht, als ob sie wirklich verletzt seien. Und die RICHTIGEN Profis, wie bsp. Alex Frei, können sogar auf Kommando ein paar Tränchen vergiessen, damit dann das ganze Land mitheulen kann. Foult man jedoch einen Gegenspieler wirklich so, dass dieser blutüberströmt am Boden liegt und die Knochen nur so hinausragen, und man auch noch weiss, dass es der Schiedsrichter genau gesehen hat, so lässt man sich vor diesem auf die Knie fallen, faltet die Hände zusammen und schwört bei allem und jedem, das man nichts getan hat. Wenn man trotz aller Bemühung dennoch rot kriegt, kann man getrost auch noch dem Schiri eine reinhauen... Dabei macht es einen guten Eindruck, den Rasen möglichst oft mit Spucke zu wässern. Nicht zu vergessen sind die alten Männer mit Bluthochdruck in Anzügen mit ziemlich wenigen Haaren am Spielfeldrand, die die ganze Zeit mit wutverzerrten Gesichtern herumspringen und alle anschreien. Man nennt sie gelegentlich auch Trainer. Und was wäre die Euro und der Fussball allgemein, wenn ihm nicht so viel Beachtung geschenkt werden würde; so müssen immer alle Fernsehersender die Spiele zeigen und nachher auch sowas wie eine „Spiel-Analyse“ machen, die dann doppelt so lange dauert wie das Spiel selbst...
Kommentar von Frau M.*: "*******, die Tränen waren ECHT!!!" |
||
|
[erste Seite] [eine Seite zurück] [eine Seite weiter]



Die Kommentare über die Schweizer Fussballer mussten einfach sein.)